Torsten Bur (Burlie)
Kadett E GSI John Deere Lanz
Echte Typen, echte Technik: Zwischen Acker und Asphalt
Herzlich willkommen auf unserer Seite!
In meiner Halle treffen zwei Welten aufeinander, die auf den ersten Blick verschieden wirken, aber eines gemeinsam haben: Charakter. Bei mir geht es nicht um glänzende Showroom-Objekte, sondern um Fahrzeuge, denen man ihr Leben ansieht. Meine Leidenschaft gehört der Original-Patina.
Der Trecker: John Deere-Lanz – Ein Stück grüne Geschichte
Er ist das Symbol für den Wandel der Landwirtschaft. Mein John Deere-Lanz ist kein Museumsstück, sondern eine Maschine, die für die Arbeit gebaut wurde. Jeder Kratzer im Lack und jedes bisschen blankes Eisen erzählt von harten Stunden auf dem Feld. Diese ehrliche Optik zu bewahren, während die Technik darunter wie am ersten Tag funktioniert, ist für mich der Kern dieses Hobbys.
Das Geschoss: Opel Kadett GSi – Die Legende der Straße
Als Kontrastprogramm zum schweren Eisen des Schleppers steht der Kadett GSi bereit. Er verkörpert den Speed und das Lebensgefühl der 80er und 90er Jahre. Besonders im gut gepflegten zustand zeigt er, dass Sportlichkeit kein Verfallsdatum hat. Der GSi ist mehr als nur ein Auto – er ist eine Zeitkapsel.
Warum Patina?
Ein Fahrzeug neu zu lackieren ist einfach. Aber den Zustand über Jahrzehnte so zu erhalten, dass man die Geschichte dahinter noch spüren kann, ist die wahre Kunst. Konservieren statt Maskieren – das ist mein Motto.
Schaut euch um und bekommt einen Einblick in meine Sammlung, die Technikgeschichte atmet.
Der Opel Kadett E GSi 16V ist eine Legende der Hot-Hatch-Ära der späten 80er Jahre. Er wurde 1988 eingeführt, um dem VW Golf II GTI Paroli zu bieten – und das gelang ihm vor allem durch seinen überlegenen Motor.
Das Herzstück: Der C20XE-Motor
Unter Kennern wird der Motor oft einfach nur „16V“ oder „Rote Topf“ (wegen der Zündkerzenabdeckung) genannt. Er gilt als einer der besten Vierzylinder, die je gebaut wurden:
- Technik: 2,0 Liter Hubraum, 16 Ventile, zwei obenliegende Nockenwellen.
- Leistung: 150 PS (110 kW) mit geregeltem Katalysator.
- Besonderheit: Der Zylinderkopf wurde von Cosworth entwickelt (frühe Modelle haben den begehrten „Coscast“-Kopf), was für hohe Standfestigkeit und exzellenten Gaswechsel sorgte.
Performance und Fahrgefühl
Für damalige Verhältnisse waren die Fahrleistungen fast auf Sportwagen-Niveau:
- Beschleunigung: Von 0 auf 100 km/h in nur 8,0 Sekunden.
- Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h, was auch an der hervorragenden Aerodynamik des Kadett E (cW-Wert von 0,30 beim GSi) lag.
- Digitaltacho: Ein absolutes Kult-Feature war das Mäusekino (LCD-Instrumente), das serienmäßig verbaut war.
Optische Merkmale des GSi
Der 16V unterschied sich optisch nur dezent vom normalen 8V-GSi:
- Lufthutzen auf der Motorhaube (funktional zur Entlüftung des kompakten Motorraums).
- Eigenständige Stoßstangen vorn und hinten sowie Seitenschweller.
- Heckspoiler und eine schwarze Blende zwischen den Rückleuchten.
- 16V-Embleme an der Frontlippe und am Heck.
Warum er heute so selten ist
Während der Motor fast unkaputtbar ist, hatte der Kadett E ein großes Problem: Rost. Besonders die Schweller, Radläufe und die Aufnahmen der Hinterachse machten vielen Fahrzeugen den Garaus. Zudem wurden viele Exemplare in den 90er und 2000er Jahren „verheizt“ oder verbastelt.

Andreas & Julia Buchenau (Andy/Bone & Jule)
VW T3 Westfalia – Freiheit im Boxertakt
Echte Typen, echte Reisen: Zwischen Entschleunigung und Abenteuer
Herzlich willkommen auf unserer Seite!
In unserer Garage (und auf unseren Reisen) dreht sich alles um ein Fahrzeug, das wie kaum ein anderes für das Fernweh einer ganzen Generation steht. Bei uns geht es nicht um hochglanzpolierte Trailer-Queens oder modernes Champing, sondern um ein Fahrzeug, das seine Geschichte stolz trägt. Unser Herz schlägt für die ehrliche Technik und den unverwechselbaren Charme der 80er Jahre.
Der Weltenbummler: VW T3 Westfalia (Baujahr 1983)
Unser Bulli ist kein steriles Sammlerstück, sondern ein treuer Begleiter, der für die Straße gebaut wurde. Jeder Kilometer und jedes Camping-Wochenende haben ihre Spuren hinterlassen – und genau das macht ihn für uns perfekt. Diese Patina zu bewahren und den T3 im originalen Westfalia-Glanz zu erhalten, während die Technik zuverlässig ihren Dienst verrichtet, ist unsere Leidenschaft. **Konservieren statt Maskieren** – das ist auch bei uns das Motto.
Warum der T3 Westfalia?
Ein modernes Wohnmobil kann jeder fahren. Aber die unverwechselbare Silhouette der „Kantigen Kiste“ zu lenken, den Blick über die kurze Front zu genießen und dem Boxermotor im Heck zu lauschen, ist die wahre Kunst des Reisens. Der T3 ist für uns kein bloßes Transportmittel – er ist unser mobiles Zuhause, eine Zeitkapsel der Freiheit.
Das Herzstück: Der 1.9 Liter Wasserboxer (WBX)
Der Motor markiert einen Wendepunkt in der Bulli-Historie. Er verbindet den klassischen Klang mit modernerer Kühlung:
Technik: 1,9 Liter Hubraum, flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Boxermoto
Charakter: Er bietet diesen ganz speziellen, tiefen Sound, den nur ein Boxer erzeugen kann.
Besonderheit: Der Übergang von der Luft- zur Wasserkühlung (daher der markante zweite Kühlergrill unten an der Front) machte den T3 fit für längere Etappen und steile Pässe.
Kultfaktor und Ausstattung
Unser 1983er Westfalia ist der Inbegriff des durchdachten Designs:
Die Einrichtung: Kompakte Küche, klappbare Sitzbank und das ikonische Aufstelldach – maximale Raumausnutzung auf minimaler Fläche.
Fahrgefühl: Mit dem Motor im Heck und dem Antrieb auf der Hinterachse bietet der T3 eine Traktion und Wendigkeit, die man heute bei Fronttrieblern oft vermisst.
Entschleunigung: Wer T3 fährt, hat es nicht eilig. Der Weg ist das Ziel, und der Wasserboxer gibt den Takt vor.
Warum er heute ein Klassiker ist
Während viele T3 über die Jahrzehnte als harte Baustellenfahrzeuge aufgebraucht wurden, haben die Westfalia-Modelle oft überlebt – doch die Zeit nagt an ihnen. Rost an den Küchenfugen, den Radläufen oder den Scheibenrahmen hat viele Camper dahingerafft. Ein originales Exemplar aus dem Jahr 1983 in einem ehrlichen, gepflegten Zustand zu erhalten, ist heute eine echte Aufgabe.
Schaut euch um und begleitet uns auf eine Reise durch Technikgeschichte, die noch immer rollt!

Albert Schmidt (Berti)
Kadett E GSI Champion Fendt Farmer 103/3S/2D IHC Farmall Super FCC Porsche Diesel Standart Junior
Technikgeschichte mit Charakter
Herzlich willkommen auf unserer Seite!
Hier finden Sie keine überrestaurierten Ausstellungsstücke, die ihren Charakter unter einer Schicht Neulack verloren haben. Meine Leidenschaft gehört der Original-Patina. Jede Schramme, jeder matte Lackpunkt und jede abgegriffene Armatur erzählt eine Geschichte von harter Arbeit auf dem Feld oder rasanten Kilometern auf dem Asphalt.
.
Was meine Sammlung auszeichnet:
- Historische Schlepper: Ob das unverwüstliche Leuchten eines Fendt, die ikonische Form eines Porsche-Diesel oder die robuste Technik eines französischen Farmall Super FC-C – diese Maschinen dürfen zeigen, was sie über Jahrzehnte geleistet haben.
- Kult-Klassiker der Straße: Ein Opel Kadett E GSi 16V, sogar als exklusiver Champion, steht bei mir nicht nur für Leistung, sondern für Zeitgeist. Im Erstlack und mit ehrlicher Haut ist er ein Zeuge der 80er und 90er Jahre.
Meine Philosophie: Konservieren statt Maskieren
Für mich bedeutet Sammeln, Technik zu erhalten. Das bedeutet: Technisch im Schuss, optisch aber authentisch. Ich sorge dafür, dass der Rost schläft, aber der Stolz der vergangenen Tage sichtbar bleibt.
Technische Daten (GSi 16V Champion)
Der Antrieb war das legendäre „Sahnestück“ von Opel:
- Motor: 2,0 Liter Hubraum (C20XE) mit Bosch Motronic M 2.5.
- Leistung: 150 PS (110 kW) bei 6.000 U/min.
- Drehmoment: 196 Nm bei 4.800 U/min.
- Beschleunigung & Speed: 0–100 km/h in ca. 8 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit ca. 217 km/h.
- Fahrwerk: Verstärkte Stabilisatoren und eine Tieferlegung gegenüber dem Standard-Kadett waren Teil des GSi-Pakets.
- Exklusives Interieur: Das Herzstück war die Volllederausstattung von Connolly. Die Recaro-Sportsitze und Türverkleidungen waren mit diesem hochwertigen englischen Leder bezogen, das sonst eher in Luxuswagen wie Jaguar oder Rolls-Royce zu finden war.
- Exterieur-Details: Er rollte serienmäßig auf speziellen 15-Zoll-Kreuzspeichen-Aluminiumfelgen (Intra). Typisch waren zudem die Champion-Schriftzüge an den Seiten und am Heck sowie die markanten Gänsefuß-Dekorstreifen.
- Weitere Extras: Zur Serienausstattung gehörten Servolenkung, Nebelscheinwerfer, Colorverglasung und ein Radio SC 303 B.
Der Farmall Super FC-C war ein Meilenstein in der Geschichte von International Harvester, da er der erste komplett in Frankreich gefertigte Traktor der Marke war. Er wurde ab etwa 1952 im Werk Saint-Dizier produziert und basierte auf dem amerikanischen Farmall Super C.
Wichtige technische Daten
Der Schlepper zeichnete sich durch folgende Merkmale aus:
- Motor: Ein wassergekühlter C-123 Vierzylinder-Benzinmotor (Ottomotor).
- Leistung: Er lieferte eine Nennleistung von 24,5 PS bei 1.650 U/min, konnte jedoch bei einer höheren Drehzahl von 2.000 U/min bis zu 30 PS erreichen.
- Getriebe: Ein IHC-Zahnrad-Wechselgetriebe mit 4 Vorwärtsgängen und 1 Rückwärtsgang. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 16,7 km/h.
- Bremsen: Ausgestattet mit den damals neuen IHC-Scheibenbremsen.
- Hydraulik: Verfügte über das "Touch-Control"-System für die Gerätebedienung.
Besonderheiten der Modellreihe
Der Super FC-C war Teil einer Entwicklungsserie in Frankreich:
- FC: Das ursprüngliche Modell, noch mit vielen US-Teilen (ab 1951).
- Super FC: Einführung des stärkeren C-123 Motors und Scheibenbremsen (ab 1952).
- Super FC-C: Die Benzinvariante ("C" für Carburant/Benzin), bei der alle Komponenten lokal in Frankreich gefertigt wurden.
- Super FC-D: Die Dieselvariante mit dem FD-123 Motor und ca. 28 PS (ab 1953).
Dank seiner kompakten Bauweise und der verstellbaren Spurweite war er besonders auf mittelgroßen Höfen für die Bodenbearbeitung und Pflegearbeiten










